Treibhauseffekt

- Abwehrmaßnahmen -

Hauptursache der Klimaerwärmung sind die fossilen Energieträger, durch deren Verbrennung heute 85% des weltweiten Energiebedarfs gedeckt werden.

 
Durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas gelangen jährlich rund 40 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre. Dies führte in den letzten 50 Jahren zu einer Erhöhung der atmosphärischen Kohlendioxid-Konzentration von 315 ppm auf 390 ppm und zu einer signifikanten Verstärkung des atmosphärischen Treibhauseffekts.
 
Einen Treibhauseffekt durch atmosphärische Spurengase gab es schon immer. Ohne ihn wäre die Erde mit einer Durschnittstemperatur von – 180 C praktisch unbewohnbar.
Unerwünscht ist nur der immer spürbarer werdende anthropogene Teil des Treibhauseffekts.
 
Charakteristisch für das vorindustrielle Zeitalter war eine Durchschnittstemperatur von +140 C. Bei einer Verdopplung der vorindustriellen Kohlendioxid-Konzentration von 280 ppm auf 560 ppm bis 2100 wird ein mittlerer Temperatur-Anstieg von 5o bis 6o C erwartet.
 
Ob sich dies durch Emissionsreduktion verhindern lässt, ist zweifelhaft.
Die heutige Situation zeigt, dass mögliche Einsparungen in den Industrieländern durch die Schwellenländer mit ihrem enormen Nachholbedarf weit überkompensiert
werden.
 
Eine Stabilisierung der atmospärischen Treibhausgase auf heutigem Niveau bedingt eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen von 50 bis 60 % und von Distickstoffoxid von 20%.
Da dies trotz aller Absichtserklärungen nicht machbar sein dürfte, dürften aktive Maßnahmen im Bereich des Geo-Engineering aussichtsreicher sein, die eine Reduktion der solaren Einstrahlung mit künstlichen Aerosolen bewirken.
 
Aerosole haben eine abkühlende Wirkung. Die Natur macht es vor. Der Ausbruch des Vulkans Pinatubo 1991 auf den Philippinen mit den entstehenden Schwefelsäure-Aerosolen in der Stratosphäre verringerten die Sonneneinstrahlung um 5 % und bewirkten eine Abkühlung auf der Nordhalbkugel um 0,5° - 0,8° C.
 
Computersimulationen zeigen, dass man durch das Einbringen künstlicher Schwefelsäure-Aerosole in der Stratosphäre auf 10° südlicher und nördlicher Breite den vorausgesagtenTemperaturanstieg bei Verdoppelung der atmosphärischen Koklendioxid-Konzentration fast genau kompensieren könnte.
Die Injektionen von Schefel-Emulsionen in die Stratosphäre könnten durch Flugzeuge oder Raketen erfolgen.
 
Ein alternativer Vorschlag sieht das Versprühen von Meerwasser in mittlerer Höhe vor, um Wolkenbildungen zu stimulieren.
Dieses Geo-Engineering müsste mehrere Jahrzehnte fortgesetzt werden, um der Menschheit Zeit zu geben, sich von der kohlenstoffbasierten Energiewirtschaft zu lösen und überschüssige Treibhausgase in Form von Biomasse zu binden.
Die Machbarkeit dieser Konzepte sollten erprobt werden.
(Crutzen, Sherwood, Nobelpreisträger-Tagung, Lindau 2009)
Aktualisierung: 19.12.2010 / Redakteur: SDW
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Abwehrmaßnahme: Stimulation von Wolkenbildung